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Mai bis September 2008: Drei neue Diesellokomotiven - Umbau in der WEK-Werkstatt

Für die BEG Lokdispo konnten durch Vermittlung der Lokomotivfabrik Roco und des renommierten Fahrzeughandels Schmalspurbedarf drei Lokomotiven der österreichischen Reihe 1099 übernommen und in der BEG-Hauptwerkstätte kurzfristig für ihe neuen Aufgaben hergerichtet werden. Dazu gehörte der Ausbau der Transformatoren und des größten Teils der übrigen elektrischen Ausrüstung. Statt dessen kamen leistungsfähige Dieselaggregate zum Einbau, die über Generatoren auf Elektromotoren wirken. Die Entscheidung für diesen aufwändigen Umbau fiel, weil bei befreundeten Bahngesellschaften derartige Umbauten schon vor längerer Zeit erfolgreich durchgeführt worden waren.


Die drei Maschinen nach dem Eintreffen der letzten beiden Exemplare im Bw Brol West. Die  rechte Lok befindet sich bereits im Umbau und wurde schon teilweise zerlegt; Dachstromabnehmer, Transformator und andere Teile sind abgebaut. Die Maschine wurde für das "Gruppenbild" noch einmal neben ihre Schwestern geschoben.

Über Betriebsnummern war zu diesem Zeitpunkt noch nicht befunden worden.

Die BEG-Chefetage nutzte das Eintreffen der Lokomotiven für einen Pressetermin. Direktor Steinhoff (Mitte, mit Hut) erläutert, assistiert von seiner Direktionssekretärin, Frl. Tipps, den "zahlreich erschienenen" Vertretern örtlicher und überregionaler Medien das Umbauprojekt. An der vorderen Lok ist deutlich der fortgeschrittene Umbau (verschlossene Öffnung für den  Dachstromabnehmer) zu erkennen.

Parade der drei Fahrzeuge vor dem Broler Lokschuppen

Ein "Prototyp": Seit Jahren erfolgreich im Einsatz ist Lok 631 der SBEG:

 

Im harten Güterzugdienst bewährt sich die 1099.06 der WEK:

 

 

 

Wie wir erfahren haben, ist eine weitere Maschine schon seit Mitte der neunziger Jahre als T 12 bei der DSB (Dalslands-Skov-Bolaget) im Einsatz. Die Beschaffung weiterer Lokomotiven steht dort offenbar bevor: 
"Die DSB wollte beim Lokhersteller BEMO drei V 51 bestellen, da der Verkehr mit schweren Anhängelasten demnächst so richtig in Schwung kommen soll. Jedoch hat uns die Firma auf unbestimmte Zeit vertröstet. Davon hat Geschäftsführer Håkon Hansen seinen Aufsichtsrat in Kenntnis gesetzt. Man ist daher überein gekommen, drei 1099 vom Hersteller ROCO zu beschaffen. Wenn sie dann geliefert werden, sollen sie in der Zentralwerkstatt der DSB in 'Anten' auf Dieselbetrieb umgebaut werden. Ob sie aber das Farbkleid der alten T 12 bekommen, ist noch nicht ganz klar, da das neue Farbschema schwarz / rot ist - die 'Köpfe' in rot und der Maschinenteil in schwarz (vgl. Dänische Staatsbahn DSB)."

 

Die T 12 der DSB im Einsatz

(Veröffentlichung mit Genehmigung der DSB-Direktion)

 

Eine weitere ähnliche  Maschine der RTB:

...und die Vl 5 der BLB (Team 750)

Derzeit (Mai 2010) entsteht auch eine Maschine der "GSB", die eine auffällige - moderne - Lackierung bekommen hat. Technisch entspricht sie den drei BEG-Maschinen. Demnächst folgt vielleicht auch ein Einsatz-Foto!

   

Bis Ende Juni 2008 wurden die Aggregate für Kühlluftansaugung und  Auspuff auf und unterhalb der zwischenzeitlich verschlossenen Dächer montiert.  
Gegenüber der seinerzeit von der SBEG verwendeten Anordnung, die der bei den Loks der ÖBB-Type 2095 entspricht
(vgl. unteres Foto), sind die Geräte kleiner. 

Bis zum 12. Juli 2008 waren die Arbeiten an den Fahrzeugen so weit fortgeschritten, dass vor den letzten Komplettierungsarbeiten Lastprobefahrten stattfinden konnten. Dabei erfüllte die künftige "D 61" alle in sie gesetzten Erwartungen (die Betriebsleitung hatte zwischenzeitlich für die neuen Diesellokomotiven die Betriebsnummern D 61, D 62 und D 63 festgesetzt, die aber erst später angeschrieben wurden).



Die Bilder des BEG-Betriebsfotografen zeigen D 61 mit Probe-Güterzügen auf der Stammstrecke.


In Engeln wurde die Maschine von der hohen Direktion erwartet, die sich über den erfolgreichen Verlauf der 
Probefahrten erfreut äußerte. Es zeigte sich, dass Bremsanlage und Treibstangen die Belastung gut vertragen hatten.
Diese Feststellung war vor allem für die Werkstattleitung eine Beruhigung, die hier gewisse Befürchtungen gehegt hatte. 


Zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag wurde ein Foto mit allen Beteiligten 
vor der Lokomotive aufgenommen, von dem jeder wie auch 
das BEG-Archiv hinterher einen schönen Abzug erhalten werden.

Bis zum 14. September 2008 waren die Restarbeiten erledigt und die drei Maschinen D 61, D 62 und D 63 abgenommen worden. 
Sie stehen nunmehr dem Geschäftsbereich Lokdispo zur Verfügung. Der erste harte Einsatz erfolgte am genannten Tag auf den Strecken der Hanftalbahn, wo sie das volle Programm (Güter- und Personenverkehr) zu absolvieren hatten. Hier einige Bilder: 


D 61 vor dem Hovener Lokschuppen der HTB - im Hintergrund eine zweite Maschine 
vor einem Güterzug auf Ausfahrt wartend


D 62 mit Güterzug talfahrend... 


...und später bergfahrend bei der Brennerei B. Sowsky

'
D 63 und (hinten) eine weitere Maschine im ländlichen Bahnhof Hoven, 
von den Kühen völlig unbeachtet


...und noch einmal mit Güterzug nahe dem Anschluss "Brennerei B. Sowsky".

Die Werkstatt der BEG hat wohl nicht ganz schlechte Arbeit geleistet - aber die guten Laufeigenschaften gehen ohne Zweifel auf das Konto der Lokomotivfabrik Roco.

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